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  • Jahresrückblick 2018

    Das Jahr 2018 war gefüllt von vielen spannenden Ereignissen, welche teilweise große Veränderungen im Watoto Wema Center mit sich gebracht haben. Das Center war in diesem Jahr das Zuhause für insgesamt 128 Kinder, davon 57 Jungen und 71 Mädchen. Es wurden einige Kinder neu im Heim aufgenommen, andere konnten mit Unterstützung in ihre Familien reintegriert werden.

    Es gibt nach wie vor 12 MitarbeiterInnen, deren Gehältern vom Watoto Wema e.V. finanziert werden. Wir freuen uns sehr, dass es im Jahr 2018 keinen Mitarbeiterwechsel gab, was nicht nur für die Kinder sehr schön ist, sondern auch zeigt, dass sich die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Watoto Wema Center wohl fühlen. Im Jahr 2018 haben wir 19.953 € an das Center schicken können. Davon haben wir neben der Bezahlung der Gehälter verschiedene Spendenprojekte unterstützt.

    Zu Beginn des Jahres waren wir gemeinsam in Nairobi und haben den Besuch im Watoto Wema Center sehr genossen. An Ostern haben wir eine große Party mit den Kindern und MitarbeiterInnen gefeiert. Während unseres Besuches ist uns aufgefallen, dass die Klassenzimmer nur durch dünne, nicht abschließende Holzwände voneinander getrennt waren. Dies hat das Lernklima in den Klassen sehr gestört. Daraufhin wurden die Holzwände entfernt und mit gemauerten Wänden ersetzt. Seitdem kann der Unterricht mit einem normalen Geräuschpegel stattfinden. Ebenfalls haben wir uns dafür eingesetzt, das Watoto Wema Center ein bisschen grüner zu gestalten um das Klima einer „Baustelle“ im Heim in ein schönes Zuhause zu verwandeln. Alle haben gemeinsam dabei geholfen, Pflanzen, Sträucher und Baume zu pflanzen.

    Durch weitere Unterstützer hat das Watoto Wema Center zwei weitere Kühe kaufen können. Der Verkauf ihrer Milch generiert dem Heim ein kleines Einkommen, von welchem sie Essen und Hygieneartikel kaufen können. Ebenso hat der Bau einer Bäckerei im Juni begonnen. Die Bäckerei soll nach Fertigstellung nicht nur eine Einkommensstützte für das Heim sein, sondern ebenfalls eine Ausbildungsstelle für interessierte Jugendliche bieten.

    Leider gab es zum Ende des Jahres sehr schlechte Nachrichten für das Center. Nach dem bekannt wurde, dass eine neue Straße am Center entlang gebaut werden soll, ist den zuständigen Behörden aufgefallen, dass das Grundstück des Centers falsch berechnet worden ist.

    Ein Teil der Gebäude stand auf öffentlichem Grund. Das Center hat im September die Frist bekommen, bis Dezember die Gebäude selbstständig abzureißen, oder es dann von Seiten der Regierung abreißen zu lassen. Die betroffenen Gebäude sind der Mädchenschlafsaal sowie das Wasch- und Bürogebäude.

    Sowohl beim Kauf des Grundstückes als auch beim Bau der Gebäude ist eine falsche Bemessung nie aufgefallen. Das Watoto Wema Center hat daraufhin über den Watoto Wema e.V. und andere Unterstützer Spenden gesammelt, um eine Hygiene-Versorgung weiter leisten zu können und einen Schlafplatz für die Mädchen zu sichern.

    Das Watoto Wema Center hat bis Dezember die Gebäude selbstständig so „zurück gebaut“, dass so viele Baumaterialien wie möglich wiederverwendet werden konnten. Ebenfalls konnte durch Spendengelder das Waschgebäude wiedererrichtet werden. Der Bau eines neuen Mädchenschlafsaals konnte durch die Unterstützung des Watoto Wema e.V. bereits gestartet werden.

    Zum Ende des Jahres gab es aber auch noch zwei erfreuliche Ereignisse. Zum einen hat Barbera ihr Accounting-Diplom im November bestanden. Zum anderen gab es für die Kinder im Watoto Wema Center einen Selbstverteidigungskurs, an dem alle mit großer Freude teilgenommen haben. Für das Jahr 2019 hat sich der Heimleiter, Herr Lusweti, das Ziel gesetzt, mehr Kinder in praktische Ausbildungsberufe zu vermitteln, die Bäckerei fertig zu stellen sowie den Bau von dem Waschgebäude und Mädchenschlafsaal vollständig zu beenden.

    Wir freuen uns trotz der Schwierigkeiten über alle positiven Veränderungen im Watoto Wema Center und hoffen weiterhin auf Unterstützung, um den Zielen des Centers für 2019 ein wenig näher zu kommen. Für die Unterstützung im Jahr 2018 möchten wir uns ganz herzlich bedanken.

     

    Lillit & Eva

    Vorstand Watoto Wema e.V.

     

  • Update aus dem Centre

     

    Remove – September 2018

    Wieder einmal ist viel Zeit vergangen und im Watoto Wema Centre ist vieles passiert. Gleich vorweg: Leider kam es zu Ereignissen, die sich so wohl keiner gewünscht hat.

    Nachdem im September 2018 bekannt wurde, dass entlang des Centres eine neue Straße gebaut werden soll, ist den zuständigen Behörden aufgefallen, dass das Grundstück des Centres falsch berechnet worden ist. Teile der Gebäude stehen auf öffentlichem Grund. Nun hat das Centre eine Frist erhalten die entsprechenden Gebäude (-teile) bis Dezember 2018 abzureißen. Wird das Centre dieser Frist nicht gerecht, übernimmt die Regierung den Abriss. Das Watoto Wema Centre hat nun im November mit dem Abriss begonnen, so dass so viele Materialien wie möglich wieder verwendet werden können. Die betroffenen Gebäude sind der Mädchenschlafsaal und das Wasch- sowie Bürogebäude. Das war für alle Beteiligten ein großer Schock!

    Sowohl beim Kauf des Grundstückes als auch beim Bau der Gebäude ist eine falsche Bemessung nie aufgefallen oder erwähnt worden. Das Watoto Wema Centre hat versucht schnellst möglich Spenden zu sammeln, um die Versorgung der Kinder (Waschen u. Schlafen) weiterhin zu sichern.

    Abriss – Mädchenschlafsaal

    Dank großer Unterstützung aus Australien konnte bereits ein Teil (das Waschgebäude) finanziert werden. Der Bau hat bereits begonnen. Doch für das Zuhause der Mädchen fehlt noch Geld. Momentan schlafen die Mädchen auf dem Boden in den Klassenräumen. Das ist grundsätzlich nicht gut und besonders in den kalten Nächten der Regenzeit. Aber auch hier machen wir Fortschritte. Durch die große Unterstützung von verschiedenen Spendern konnten wir diesen Monat zusätzliche 2000€ an das Watoto Wema Centre überweisen. Mit diesem Geld kann der Wiederaufbau des Mädchenschlafsaals zumindest beginnen.

    Trotzdem fehlt weiterhin Geld, um alles vollständig wiederaufzubauen und wohnlich zu gestalten. Aus diesen Gründen möchten wir dieses Jahr den Fokus der Weihnachtsspenden nicht auf eine Weihnachtsparty legen, sondern darauf, dass die Mädchen so schnell es geht wieder in einem geschützten Raum in ihren Betten schlafen können. Das Heim soll wieder so schön bunt und ansprechend werden, wie es bis vor Kurzem war. Wenn du also das Watoto Wema Centre unterstützen möchtest und allen Kindern im Centre ein gemütliches Bett zurück geben möchtest, kannst du gerne per PayPal oder Überweisung deinen gewünschten Betrag an uns überweisen.

    Die Mädchen schlafen im Klassenzimmer auf dem Boden.

    Wir wünschen uns von ganzem Herzen für die Kinder, dass alles wieder so schön und liebevoll aufgebaut und gestaltet werden kann, wie wir noch vor einigen Monaten selbst gesehen haben.  Wir haben in den letzten Wochen und in kürzester Zeit vieles erreichen können und wollen weiter vieles erreichen. In Swahili sagt man gerne „Haba na haba“, was „Schritt für Schritt“ bedeutet. Lasst uns also gemeinsam das Watoto Wema Centre dahingegend unterstützen alles Schritt für Schritt wieder Kindgerecht zu gestalten!

    Bis dahin wünschen wir euch allen eine schöne und besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr!

    Liebe Grüße von

    Lillit und Eva

    Vorstand Watoto Wema e.V.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Lillit und Eva zurück in Nairobi

    Lillit Linhoff, Wasilwa Lusweti, Eva Fedke

    TUMERUDI! WIR SIND ZURÜCK!

    Dominik Omari in seiner Klasse

    Wir haben es seit langer Zeit endlich wieder geschafft, gemeinsam in Nairobi zu sein und das Watoto Wema Center zu besuchen. Es ist wunderschön hier zu sein und wir genießen das Wiedersehen in vollen Zügen.

    Es gibt mittlerweile wieder viele neue Gesichter im Center, die wir schon kennen lernen durften. Dies liegt unter anderem an einem neuen Rehabilitierungsprogramm, welches das Watoto Wema Centre in Kooperation

    Besuch in einer Bordningschool bei Fabian, Kennedy,Joseph Mwangi und Rachel

    mit der kenianischen Regierung druchführt. Seit diesem Jahr kommen Kinder ins Center, die zuvor in Nairobi auf der Straße gelebt haben und keine Perspektive hatten. Für sie wurde im Heim nun eine spezielle Klasse eingerichtet, die der neue Lehrer John Lusweti unterrichtet. Hier geht es hauptsächlich darum, den Kindern das Lernen im Klassenraum zu vermitteln.

    Eva und Nanci im Watoto Wema Centre

    Neben all den neuen Kindern haben wir auch schon einige der älteren Kinder besuchen können, die entweder zu ihren

    Familien zurück gehen konnten, in Bordingschools leben oder bereits erwachsen sind und selbstständig in einer Wohnung leben.

    Am vergangen Wochende haben wir zum Beispiel Fabian, Kennedy, Joseph und Rachel in Kayole in ihrer Bordingschool besucht. Es ist schön zu sehen, dass die Kinder, die wir vor eingen Jahren noch selbst unterrichtet haben, nun eine gute Schulbildung genießen können.

    Kamau und Lillit bei ihm Zuhause
    Besuch in Rahabs eigenem Zuhause
    Stephen und seiner Mutter

    Wir haben auch Stephen und seine Mutter besuchen können. Stephen macht gerade eine Ausbildung und ist sehr glücklich schon seit einigen Jahren wieder, mit der Unterstützung vom Watoto Wema Center, bei seiner Mutter leben zu können. Sie teilen sich ein Zimmer in Kayole.

    Wir konnten auch Rahab besuchen, die in dem Vorort „Pipeline“ wohnt. Sie hat eine Ausbildung zur Haushälterin gemacht und arbeitet in einem Unternehmen ganz in Nähe ihres Zuhauses. Dort wohnt sie eigentlich alleine, hat aber Nancy aus dem Watoto Wema bei sich aufgenommen, die auch gerade

    Seilspringen im Centre

    in der Nähe eine Ausbildung macht.

    In der selben Gegend wohnt Kamau mit seiner eigenen Familie. Er hat mittlerweile eine Frau und ein Kind und wohnt mit ihnen in einer kleinen Wohnung. Auch er arbeitet bei dem selben Arbeitgeber wie Rahab.

    Wir sind sehr stolz zu sehen, wie sich die „großen Kinder “ entwicklet haben und welche Wege sie gegangen sind. Diese Begegnungen motivieren uns immer sehr, weiter zu machen und auch allen anderen Kindern, die jetzt noch im Watoto Wema leben, die Möglichkeit zu geben, ein gutes Leben zu führen.

     

     

     

     

     

     

     

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